Du niest dich durch eine Frühlingsreise nach Tokio, und um dich herum tragen alle Masken? Die Japanische Zeder, Sugi, ist der Pollen hinter Japans landesweiter Heuschnupfensaison. Unser Test misst IgE gegen Cry j 1, ihr Hauptprotein, als Teil von 300 Allergenen und Allergenkomponenten. Daneben findest du Zypresse und Wacholder aus derselben Familie.
Die Japanische Zeder (Cryptomeria japonica) ist keine echte Zeder. Sie ist ein Nadelbaum aus der Familie der Zypressengewächse. Japan hat sie nach dem Zweiten Weltkrieg in großem Stil angepflanzt. Diese Wälder setzen heute jedes Frühjahr enorme Mengen Pollen frei.
Mehr als ein Drittel der Menschen in Japan hat Heuschnupfen durch Sugi-Pollen. Er wird oft als Volksleiden bezeichnet. Pollenvorhersagen laufen im Fernsehen neben dem Wetterbericht, und von Februar bis April sieht man häufig Masken und Brillen.
In Finnland, Irland, den Niederlanden oder Deutschland gibt es keine Sugi-Wälder. Zu Hause spielt dieser Pollen deshalb kaum eine Rolle. Relevant ist er für Menschen, die im Frühling nach Japan reisen oder dorthin ziehen, denn dann ist die Pollenbelastung am höchsten.
Er ist auch wegen der Verwandtschaft relevant. Cry j 1 ist eine Pektatlyase, die den Hauptallergenen von Zypresse (Cup a 1) und Wacholder sehr ähnlich ist. Zeigt dein Blut IgE gegen die Mittelmeerzypresse, kann es auch Sugi erkennen, und umgekehrt.
Das Muster ist typisch für Heuschnupfen: Niesanfälle, eine laufende oder verstopfte Nase sowie juckende, tränende Augen. Da die Saison mehrere Monate dauert, können die Beschwerden stark und langanhaltend sein.
Viele Reisende bemerken es zum ersten Mal einige Tage nach der Ankunft. Beschwerden, die im März in Japan beginnen und nach dem Rückflug nachlassen, sind eine typische Geschichte.
Aus einer Probe per Fingerstich misst das Labor IgE gegen Cry j 1, das Hauptprotein des Pollens der Japanischen Zeder (eine molekulare Komponente), als Teil von 300 Allergenen und Allergenkomponenten. Ein Extrakt aus ganzem Sugi-Pollen ist im Panel nicht enthalten. Italienische Zypresse, Arizona-Zypresse (Cup a 1) und Bergzeder stehen im selben Befund, sodass du die ganze Zypressenfamilie nebeneinander siehst.
Ein positives Ergebnis bedeutet, dass dein Blut IgE gegen den Pollen der Japanischen Zeder zeigt. Das ist eine Sensibilisierung und keine Diagnose. Jeder Wert erhält eine Klasse von Negativ bis Sehr hoch. Besprich ihn mit einer Ärztin oder einem Arzt, am besten vor deiner nächsten Frühlingsreise.
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Eine Probe per Fingerstich prüft IgE gegen 300 Allergene und Allergenkomponenten, von Birke und Erdnuss bis Katze und Hausstaubmilbe. Schick sie ans Labor. Etwa 5 Tage nach Eingang erhältst du für jedes einen Wert. Unsere verständliche Anleitung zeigt dir, wie du sie liest. Insgesamt 399 €, das sind 1,33 € pro Allergen.
Sugi-Pollen liegt meist von Februar bis April in der Luft, mit dem Höhepunkt im März. Im Süden beginnt er früher, im Norden später. Die Japanische Zypresse (Hinoki) folgt bis in den April und Mai. Auf Hokkaido und Okinawa gibt es nur sehr wenig Sugi.
Die Pollenbelastung im japanischen Frühling wird von Sugi bestimmt, das in Nordeuropa kaum vorkommt. Bist du dagegen oder gegen verwandten Zypressenpollen sensibilisiert, merkst du es vielleicht nur dort. Ein Test zeigt, ob dein Blut IgE gegen Cry j 1 hat.
Nein. Trotz des Namens gehört Cryptomeria japonica zu den Zypressengewächsen und nicht zu den echten Zedern (Cedrus). Deshalb ähnelt ihr Hauptallergen denen von Zypresse und Wacholder.
Wenn du dort schon einmal Beschwerden hattest, geben dir und deiner Ärztin oder deinem Arzt ein Test zu Hause vorab etwas Konkretes für die Planung. IgE lässt sich das ganze Jahr über messen. Du kannst also im Herbst oder Winter testen, Wochen vor dem Flug.