Quaddeln nach einem Bier oder eine Reaktion auf malzhaltige Getreideprodukte, die du nicht zuordnen kannst? Gerste steckt in mehr Produkten, als du denkst, von Bier und Malzextrakt bis zu Suppen und Gerstentee. Unser Test untersucht dein Blut auf IgE-Antikörper gegen einen Gesamtextrakt aus Gerste, als Teil von 300 Allergenen und Allergenkomponenten. Weizen, Roggen, Hafer und die anderen Getreidearten stehen im selben Befund.
Gerste ist ein Süßgras und eng mit Weizen und Roggen verwandt. Mehrere ihrer Proteine ähneln Weizenproteinen stark. Dazu gehören ein Lipidtransferprotein (LTP) und Protein Z, die in der Forschung als Hauptallergene im Bier gelten, sowie Hordeine, die Gersten-Variante der Gluten-Proteine im Weizen.
Weil sich die Proteinfamilien überschneiden, tauchen Gersten- und Weizenwerte oft gemeinsam auf. In einer Studie mit Kindern mit Weizenallergie reagierte etwa die Hälfte bei einer überwachten Provokation auch auf Gerste, die andere Hälfte vertrug sie ohne Probleme. Ein gemeinsames Ergebnis ist also häufig, entscheidet aber allein nicht darüber, ob Gerste für dich eine Rolle spielt.
Nach Gerste, Malz oder Bier beschreiben Menschen unter anderem Quaddeln, Juckreiz, Hautrötung, geschwollene Lippen, Magenkrämpfe und teils pfeifende Atmung. Die Beschwerden beginnen meist innerhalb von Minuten bis zu zwei Stunden.
Bäcker, Brauer und Mühlenarbeiter können außerdem durch das Einatmen von Mehlstaub sensibilisiert werden. Das ist eine Ursache des Bäckerasthmas. Atembeschwerden bei der Arbeit gehören in ärztliche Hände, nicht zu einem Heimtest.
Schwellungen von Lippen, Zunge oder Rachen, Atemnot oder Schwächegefühl nach dem Essen sind ein Notfall. Wähle die 112 (EU) oder die Notrufnummer vor Ort. Warte nicht auf ein Testergebnis.
Gerste ist ein Gras, und Getreideextrakte teilen Proteine mit Gräserpollen. Menschen mit Heuschnupfen im Sommer zeigen oft etwas IgE gegen Gerste und trinken trotzdem problemlos Bier oder essen Gerstensuppe.
Ein positives Gerstenergebnis zeigt also eine Sensibilisierung. Es sagt nicht, dass du reagieren wirst. Gerste enthält auch Gluten, doch Zöliakie ist eine andere Erkrankung, die dieser IgE-Test nicht misst. Wenn du auf Gerste reagiert hast, besprich deinen Befund mit einer Ärztin oder einem Arzt. Sie oder er kann ihn mit deiner Vorgeschichte und deinen Weizenwerten abgleichen.
Das Labor misst IgE gegen einen Gesamtextrakt aus Gerste. Er deckt die ganze Mischung der Gerstenproteine ab und keine einzelnen Komponenten. Dein Laborbefund nennt dazu einen Messwert und eine Klasse, von Negativ bis Sehr hoch. Weizen wird im selben Panel über fünf einzelne Proteine gemessen, darunter Omega-5-Gliadin (Tri a 19). Das hilft der Ärztin oder dem Arzt einzuordnen, wie ein Gerstenergebnis zum Weizen passt.
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Eine Probe per Fingerstich prüft IgE gegen 300 Allergene und Allergenkomponenten, von Birke und Erdnuss bis Katze und Hausstaubmilbe. Schick sie ans Labor. Etwa 5 Tage nach Eingang erhältst du für jedes einen Wert. Unsere verständliche Anleitung zeigt dir, wie du sie liest. Insgesamt 399 €, das sind 1,33 € pro Allergen.
Manche Menschen reagieren auf Bier. Gerstenproteine, die das Brauen überstehen, sind eine bekannte Ursache. Auch Hopfen, Hefe oder andere Zutaten können eine Rolle spielen. Unser Test misst IgE gegen Gerste, Weizen und andere Getreidearten. So siehst du, ob sich eines davon zeigt. Eine Ärztin oder ein Arzt kann das mit deinen Reaktionen abgleichen.
Nicht unbedingt. Beide haben Proteine gemeinsam, und Studien zeigen, dass manche Menschen mit Weizenallergie auf Gerste reagieren, andere sie aber ohne Probleme essen. Der Test zeigt Weizenkomponenten und Gerste nebeneinander. Eine Ärztin oder ein Arzt liest sie zusammen mit deiner Vorgeschichte.
Nein. Gerste enthält Gluten, das bei Zöliakie eine Rolle spielt. Zöliakie ist aber eine Autoimmunerkrankung und wird mit anderen Tests abgeklärt. Unser Test misst IgE, den Antikörper vom Allergietyp, und sagt nichts über Zöliakie aus.