Quaddeln nach Roggenbrot oder Heuschnupfen, der stärker wird, wenn die Roggenfelder blühen? Roggen ist ein Grundnahrungsmittel in finnischen, deutschen und niederländischen Küchen und eines der wenigen Getreide, die viel Pollen in die Luft abgeben. Unser Test prüft dein Blut getrennt auf IgE gegen Roggenmehl und gegen Roggenpollen, als Teil von 300 Allergenen und Allergenkomponenten.
Roggen ist ein Getreidegras und eng mit Weizen und Gerste verwandt. Seine Samenproteine überschneiden sich mit denen von Weizen und Gerste. Das gilt auch für die glutenartigen Proteine (Secaline), die den Gliadinen des Weizens ähneln. Deshalb tauchen Ergebnisse für Roggen, Weizen und Gerste oft gemeinsam auf.
Roggen fällt unter den Getreiden auch dadurch auf, dass seine Blüten vom Wind bestäubt werden. Roggenfelder setzen Pollen frei wie eine Wiese mit Gräsern, und die Proteine der Roggenpollen ähneln stark denen von Lieschgras und anderen Gräsern. Roggenmehl und Roggenpollen sind zwei verschiedene Kontaktwege, und das Panel misst beide.
Nach dem Verzehr von Roggen beschreiben Menschen unter anderem Quaddeln, Juckreiz, geschwollene Lippen, Magenkrämpfe und in manchen Fällen pfeifende Atmung. Die Beschwerden beginnen meist innerhalb von Minuten bis zu zwei Stunden.
Das Einatmen von Mehlstaub ist ein anderer Weg. Roggen-, Weizen- und Gerstenmehl sind die wichtigsten Getreide, die mit Bäckerasthma in Verbindung stehen, mit laufender Nase, juckenden Augen und pfeifender Atmung bei der Arbeit. Atemprobleme bei der Arbeit gehören in ärztliche Hände, nicht in einen Heimtest.
Roggenpollen verursachen den typischen Heuschnupfen im Frühsommer: Niesen, eine laufende oder verstopfte Nase und juckende Augen, oft stärker in der Nähe von Feldern.
Schwellungen von Lippen, Zunge oder Rachen, Atemnot oder Schwindel nach dem Essen sind ein Notfall. Ruf die 112 (EU) oder die örtliche Notrufnummer an. Warte nicht auf einen Test.
Weil Roggen ein Gras ist, zeigen Menschen mit Gräserpollen-Heuschnupfen oft IgE gegen Roggenmehl ebenso wie gegen Roggenpollen. Viele von ihnen essen täglich Roggenbrot ohne Probleme.
Ein positiver Roggenwert zeigt also eine Sensibilisierung. Er sagt nicht, dass du reagieren wirst. Roggen enthält auch Gluten, doch Zöliakie ist eine andere Erkrankung, die dieser IgE-Test nicht misst. Wenn du auf Roggen reagiert hast, bring deinen Befund zu einer Ärztin oder einem Arzt. Sie oder er kann ihn zusammen mit deinen Ergebnissen zu Weizen und Gräserpollen einordnen.
Das Labor misst IgE gegen zwei Vollextrakte von Roggen: einen aus Roggenmehl und einen aus Roggenpollen. Jeder deckt das gesamte Proteingemisch ab, nicht einzelne Komponenten. Dein Laborbefund nennt für jeden einen Messwert und eine Klasse, von Negativ bis Sehr hoch, neben Weizenkomponenten und Lieschgras-Proteinen im selben Panel.
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Eine Probe per Fingerstich prüft IgE gegen 300 Allergene und Allergenkomponenten, von Birke und Erdnuss bis Katze und Hausstaubmilbe. Schick sie ans Labor. Etwa 5 Tage nach Eingang erhältst du für jedes einen Wert. Unsere verständliche Anleitung zeigt dir, wie du sie liest. Insgesamt 399 €, das sind 1,33 € pro Allergen.
Ja, eine Nahrungsmittelallergie gegen Roggen ist aber seltener als eine Sensibilisierung gegen Roggen. Viele Menschen mit Heuschnupfen zeigen IgE gegen Roggenmehl und essen Roggenbrot ohne Probleme. Unser Test misst Roggenmehl und Roggenpollen getrennt, sodass eine Ärztin oder ein Arzt das Muster erkennen kann.
Nicht unbedingt. Roggen und Weizen haben gemeinsame Proteine, und ihre Ergebnisse tauchen oft zusammen auf. Ob du auf beides reagierst, ist aber eine eigene Frage. Der Test zeigt Weizenkomponenten und Roggen nebeneinander, damit eine Ärztin oder ein Arzt sie zusammen mit deiner Vorgeschichte einordnen kann.
Roggen blüht in Mitteleuropa meist von Ende Mai bis Juni, in Finnland von Juni bis Anfang Juli. Das überschneidet sich mit der Hauptsaison der Gräserpollen, deshalb gehen die Beschwerden oft ineinander über.