Zu Hause alles in Ordnung, und dann niest du im Mai-Urlaub in Andalusien oder auf Kreta? Die Olive gehört rund ums Mittelmeer zu den wichtigsten Pollenauslösern. Ihr Hauptprotein ähnelt stark einem Protein im Eschenpollen. Unser Test misst IgE gegen drei Olivenpollen-Proteine, als Teil von 300 Allergenen und Allergenkomponenten, neben Esche, Gräsern und Birke.
Der Olivenbaum (Olea europaea) wird vom Wind bestäubt und in Südeuropa in sehr großem Umfang angebaut. In Anbaugebieten gibt er mit die höchsten Pollenmengen aller Pflanzen ab und ist dort ein wichtiger Auslöser von Heuschnupfen.
Die Olive gehört zur Familie der Ölbaumgewächse (Oleaceae), zu der auch Esche, Liguster und Flieder zählen. Ihr Hauptallergen Ole e 1 ist der Namensgeber der Ole e 1-ähnlichen Proteinfamilie. Die Esche hat ihre eigene Variante, Fra e 1. Deshalb treten Sensibilisierungen gegen Olive und Esche meist gemeinsam auf.
In Finnland, Irland, den Niederlanden oder Deutschland wachsen Olivenbäume nicht in größerem Umfang. Olivenpollen sind trotzdem für zwei Gruppen relevant. Die erste sind Reisende: Eine Frühjahrsreise ans Mittelmeer kann dich mitten in die Olivensaison bringen.
Die zweite Gruppe sind Menschen mit einer Sensibilisierung gegen Eschenpollen. Weil sich Fra e 1 und Ole e 1 ähneln, erkennt IgE, das zu Hause gegen Esche gebildet wurde, oft auch die Olive. Deshalb dient Ole e 1 auch als Marker für eine Sensibilisierung gegen Esche.
Die Beschwerden sind die klassischen Heuschnupfen-Symptome: Niesen, eine laufende oder verstopfte Nase, juckende und tränende Augen und bei manchen an pollenreichen Tagen Husten oder ein Engegefühl in der Brust.
Im Mittelmeerraum überschneiden sich die Saisons von Oliven- und Gräserpollen im Mai. Allein anhand der Symptome lässt sich dann schwer sagen, welcher Pollen verantwortlich ist. Getrennte Ergebnisse für beide helfen dabei.
Aus einer Fingerstich-Probe misst das Labor IgE gegen drei einzelne Olivenpollen-Proteine (molekulare Komponenten), als Teil von 300 Allergenen und Allergenkomponenten. Ein Extrakt aus ganzem Olivenpollen ist nicht im Panel enthalten. Esche (Fra e 1), Gräser, Birke und weitere Mittelmeerpollen wie Zypresse, Platane und Glaskraut stehen im selben Befund.
Ein positives Ergebnis bedeutet, dass dein Blut IgE gegen Olivenpollen zeigt. Das ist eine Sensibilisierung und keine Diagnose. Jeder Wert erhält eine Klasse von Negativ bis Sehr hoch, die du mit einer Ärztin oder einem Arzt besprechen kannst.
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Eine Probe per Fingerstich prüft IgE gegen 300 Allergene und Allergenkomponenten, von Birke und Erdnuss bis Katze und Hausstaubmilbe. Schick sie ans Labor. Etwa 5 Tage nach Eingang erhältst du für jedes einen Wert. Unsere verständliche Anleitung zeigt dir, wie du sie liest. Insgesamt 399 €, das sind 1,33 € pro Allergen.
Im Mittelmeerraum blüht die Olive meist von Ende April bis Juni, mit dem Höhepunkt im Mai. Im Süden Spaniens und in tiefer gelegenen Gebieten beginnt die Blüte früher, in höheren und nördlicheren Regionen später.
Ein häufiger Grund sind Olivenpollen, die im Mai in ganz Südeuropa vorkommen, im Norden aber selten sind. Ein weiterer Grund sind Gräserpollen, die im Süden früher ihren Höhepunkt erreichen. Ein Test zeigt, ob dein Blut IgE gegen Olive, Gräser oder beides hat.
Ja. Olive und Esche gehören zur selben Pflanzenfamilie, und ihre Hauptproteine im Pollen, Ole e 1 und Fra e 1, sind sehr ähnlich. Menschen mit einer Sensibilisierung gegen Eschenpollen zeigen oft auch IgE gegen Olive, selbst wenn sie nie in der Nähe eines Olivenhains waren.
Eine Sensibilisierung gegen Olivenpollen ist nicht dasselbe wie eine Reaktion auf Oliven oder Olivenöl. Reaktionen auf die Frucht sind selten. Wenn du nach dem Verzehr von Oliven reagiert hast, sprich mit einer Ärztin oder einem Arzt darüber.