Juckender Mund nach Hummus oder Quaddeln nach einer Sushi-Rolle? Sesam steckt in Brot, Dips, Dressings und Gewürzmischungen, oft als Paste oder Öl, das du nicht siehst. Unser Test untersucht dein Blut auf IgE-Antikörper gegen ganze Sesamsamen und gegen ihr wichtigstes Speicherprotein, als Teil von 300 Allergenen und Allergenkomponenten. So siehst du, ob du gegen Sesam sensibilisiert bist.
Sesam ist ein Samen, keine Nuss, doch seine allergierelevanten Proteine verhalten sich ähnlich wie Nussproteine. Am besten untersucht ist Ses i 1, ein 2S-Albumin-Speicherprotein. Es ist stabil gegenüber Hitze und Verdauung. Deshalb steckt es in gerösteten Samen, Tahini und Backwaren.
Studien zeigen: IgE gegen Ses i 1 unterscheidet Menschen, die auf Sesam reagieren, besser von Menschen, die nur sensibilisiert sind, als ein Test auf ganzen Sesam allein. Deshalb misst das Panel beides: den ganzen Samen und Ses i 1.
Menschen beschreiben Juckreiz im Mund, geschwollene Lippen oder Augen, Quaddeln, Bauchschmerzen oder Erbrechen, oft innerhalb weniger Minuten nach dem Verzehr von Sesam. Manche berichten von Husten, Keuchen oder Schwindelgefühl. Reaktionen auf kleine Mengen, etwa Sesam in einem Dressing, werden häufig beschrieben.
Schwellungen von Lippen, Zunge oder Rachen, Atemnot oder Schwindel nach dem Essen sind ein Notfall. Ruf die 112 (EU) oder die örtliche Notrufnummer an. Warte nicht auf einen Test.
Eine Sensibilisierung gegen Sesam zeigt sich oft bei Menschen, die auch gegen Erdnuss oder Baumnüsse sensibilisiert sind. Zum Teil liegt das an gemeinsamen Proteintypen, zum Teil daran, dass dieselben Menschen häufig mehrere Sensibilisierungen gegen Nahrungsmittel entwickeln. Wenn du Sesam neben Erdnuss und Nüssen in einem Befund siehst, erkennst du, welche Werte herausstechen.
Ein positives Ergebnis zeigt eine Sensibilisierung, nicht dass du reagieren wirst. Wenn du Sesam ohne Probleme isst, lass ihn nicht allein aufgrund eines Ergebnisses weg. Wenn du schon reagiert hast, nimm das Ergebnis mit zu einer Ärztin, einem Arzt oder in eine allergologische Praxis. Dort können weitere Tests oder eine ärztlich begleitete Nahrungsmittelprovokation besprochen werden.
Das Labor misst IgE gegen einen Extrakt aus ganzen Sesamsamen und gegen ein einzelnes Sesamprotein (molekulare Komponente). Dein Laborbefund nennt für beides einen Messwert und eine Klasse, von Negativ bis Sehr hoch, neben Erdnuss, Baumnüssen und den anderen Samen im Panel. Sieh sie als Muster, das du mit deiner Ärztin oder deinem Arzt besprichst, nicht als Ernährungsplan.
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Eine Probe per Fingerstich prüft IgE gegen 300 Allergene und Allergenkomponenten, von Birke und Erdnuss bis Katze und Hausstaubmilbe. Schick sie ans Labor. Etwa 5 Tage nach Eingang erhältst du für jedes einen Wert. Unsere verständliche Anleitung zeigt dir, wie du sie liest. Insgesamt 399 €, das sind 1,33 € pro Allergen.
Sesamöl ist oft unraffiniert und kann Sesamprotein enthalten. Wenn du schon einmal auf Sesam reagiert hast, frag deine Ärztin oder deinen Arzt, ob du auch das Öl meiden solltest.
Ja. Sesam gehört zu den 14 Allergenen, die nach EU-Recht bei verpackten Lebensmitteln hervorgehoben werden müssen. Bei loser Ware und in Restaurants müssen Betriebe dir Auskunft geben können. Frag also nach.
Nein, er ist ein Samen. Seine wichtigsten Allergene sind aber Speicherproteine, die denen in Nüssen ähneln. Eine Sensibilisierung gegen Sesam zeigt sich oft bei Menschen, die auch gegen Erdnuss oder Baumnüsse sensibilisiert sind.
Es zeigt IgE gegen das wichtigste 2S-Albumin-Speicherprotein im Sesam. Studien zeigen, dass es hilft, eine Sesamallergie von einer Sensibilisierung ohne Symptome zu unterscheiden. Es ist trotzdem keine Diagnose. Eine Ärztin oder ein Arzt wertet es gemeinsam mit deiner Vorgeschichte aus.