Juckende Lippen oder ein kratzender Hals nach einem rohen Apfel, aber Apfelkuchen ist kein Problem? Das gehört zu den häufigsten Reaktionen auf Lebensmittel, die Erwachsene in Nord- und Mitteleuropa beschreiben. Birkenpollen spielen dabei meist eine Rolle. Unser Test untersucht dein Blut auf IgE-Antikörper gegen zwei einzelne Apfelproteine, als Teil von 300 Allergenen und Allergenkomponenten, darunter Birkenpollen.
Die meisten Menschen in Nord- und Mitteleuropa, die gegen Apfel sensibilisiert sind, reagieren auf Mal d 1. Dieses PR-10-Protein ähnelt Bet v 1, dem wichtigsten Birkenpollenprotein. Die Antikörper richten sich also eigentlich gegen Birke. Mal d 1 wird durch Hitze abgebaut. Deshalb werden Bratapfel, Apfelmus und pasteurisierter Saft oft vertragen, rohe Äpfel dagegen nicht.
Rund ums Mittelmeer ist ein anderes Muster häufiger. Dort sind Menschen öfter gegen Mal d 3 sensibilisiert, ein Lipid-Transfer-Protein (LTP). LTPs überstehen Hitze und Verdauung, sitzen vor allem in der Schale und werden mit Reaktionen über den Mund hinaus in Verbindung gebracht. Das Panel misst beide. So kann ein Arzt oder eine Ärztin sehen, welches Muster dein Blut zeigt.
Die typische Beschreibung: Jucken oder Kribbeln an Lippen, Mund oder Hals wenige Minuten nach dem Biss in einen rohen Apfel, oft bei Menschen, die im Frühling niesen. Man nennt das orales Allergiesyndrom oder Pollen-Nahrungsmittel-Syndrom. Meist klingt es schnell ab, sobald der Apfel aus dem Mund ist.
Seltener berichten Menschen von Quaddeln, Schwellungen im Gesicht, Magenbeschwerden oder Atemproblemen, häufiger beim LTP-Muster. Schwellungen an Lippen, Zunge oder Hals, Atemnot oder ein Schwächegefühl nach dem Essen sind ein Notfall. Ruf die 112 (EU) oder die lokale Notrufnummer an. Warte nicht auf einen Test.
Steckt Birke hinter deiner Apfelreaktion, lösen oft auch andere rohe Lebensmittel mit PR-10-Proteinen denselben Juckreiz im Mund aus. Birne, Kirsche, Pfirsich, Pflaume, Haselnuss, Karotte und Sellerie sind die üblichen Kandidaten. Steckt LTP dahinter, gehören eher Pfirsich, Nüsse und andere Früchte mit einem robusten Schalenprotein dazu.
Ein Apfelergebnis ist deshalb zusammen mit dem Rest des Panels am hilfreichsten. Mit einem Fingerstich siehst du Apfel, Birkenpollen, Haselnuss, Pfirsich und Sellerie nebeneinander.
Deine Probe aus dem Fingerstich geht ins Labor. Dort wird IgE gegen zwei einzelne Apfelproteine (molekulare Komponenten) gemessen. Ein Extrakt vom ganzen Apfel ist nicht im Panel enthalten. Dein Laborbefund nennt für jedes Protein einen Messwert und eine Klasse, von Negativ bis Sehr hoch. Ein positives Ergebnis zeigt eine Sensibilisierung, keine klinische Allergie. Viele Menschen mit Birkensensibilisierung zeigen IgE gegen Apfel und essen Äpfel ohne Probleme. Besprich das Ergebnis mit einem Arzt oder einer Ärztin, bevor du deine Ernährung änderst.
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Eine Probe per Fingerstich prüft IgE gegen 300 Allergene und Allergenkomponenten, von Birke und Erdnuss bis Katze und Hausstaubmilbe. Schick sie ans Labor. Etwa 5 Tage nach Eingang erhältst du für jedes einen Wert. Unsere verständliche Anleitung zeigt dir, wie du sie liest. Insgesamt 399 €, das sind 1,33 € pro Allergen.
Das birkenähnliche Protein Mal d 1 wird durch Hitze abgebaut. Deshalb verursachen Bratapfel, Apfelmus und pasteurisierter Saft oft keine Beschwerden. Dieses Muster ist häufig, gilt aber nicht für alle. Das LTP Mal d 3 übersteht das Kochen. Deshalb misst der Test beide.
Oft ja. In Nord- und Mitteleuropa ist die meiste Sensibilisierung gegen Apfel mit Birkenpollen verbunden. Der Test prüft Apfel und Birke in derselben Probe. So siehst du, ob beides zusammen auftritt.
Das hängt vom Protein ab. Das LTP Mal d 3 sitzt vor allem in der Schale, das birkenähnliche Mal d 1 steckt auch im Fruchtfleisch. Dein Komponentenergebnis zeigt, welches Protein deine Antikörper erkennen. Frag einen Arzt oder eine Ärztin, was das für dich bedeutet.
Er zeigt, ob du IgE-Antikörper gegen Apfelproteine hast. Das ist eine Sensibilisierung. Ob daraus eine klinische Allergie folgt, hängt davon ab, wie du bisher reagiert hast. Ein Arzt oder eine Ärztin bringt beides zusammen und schlägt bei Bedarf weitere Untersuchungen vor.