Juckende Lippen von Pfirsichhaut oder Quaddeln nach einem Obstsalat, und du weißt nicht, welche Frucht es war? Pfirsich ist das Lehrbuchbeispiel für die Lipidtransferprotein-Allergie (LTP-Allergie), das häufigste Muster einer Allergie auf pflanzliche Lebensmittel in Südeuropa. Unser Test untersucht dein Blut auf IgE-Antikörper gegen zwei einzelne Pfirsichproteine. Er gehört zu 300 Allergenen und Allergenkomponenten, darunter Apfel, Haselnuss und Walnuss.
Das wichtigste Pfirsichallergen in Europa ist Pru p 3, ein Lipidtransferprotein (LTP). LTPs sind widerstandsfähig. Sie überstehen Hitze und Verdauung. Deshalb können Reaktionen darauf über den Mundbereich hinausgehen. Im Pfirsich sitzt Pru p 3 hauptsächlich in der Schale. Geschälte Früchte enthalten deutlich weniger davon.
Pru p 7 ist ein Protein anderer Art, ein Gibberellin-reguliertes Protein. Eine Sensibilisierung dagegen wurde mit Zypressenpollen in Verbindung gebracht, vor allem in Südfrankreich und Japan, und mit deutlichen Schwellungen im Gesicht. Pfirsich enthält außerdem ein birkenähnliches PR-10-Protein. Es löst bei manchen Menschen in Birkenregionen Juckreiz nur im Mund aus. Dieses Protein ist aber nicht im Panel enthalten.
LTPs sind sich in vielen Pflanzen ähnlich. Deshalb zeigen Menschen mit einer Sensibilisierung gegen Pru p 3 oft auch IgE gegen LTPs in Apfel, Kirsche, Haselnuss, Walnuss, Erdnuss sowie in manchen Gemüse- und Getreidesorten. Das wird manchmal als LTP-Syndrom bezeichnet. Pfirsich ist meist das erste Lebensmittel in der Reihe.
Manche Menschen mit LTP-Sensibilisierung reagieren nur, wenn ein Kofaktor hinzukommt, etwa Sport, Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Aspirin oder Alkohol rund um die Mahlzeit. Dadurch wirken die Reaktionen zufällig. Ein Panel, das mehrere LTPs nebeneinander zeigt, hilft Ärztinnen und Ärzten, die Zusammenhänge zu erkennen.
Die beschriebenen Reaktionen reichen von Juckreiz an Lippen und Mund, oft beim Hineinbeißen in die Schale, bis zu Quaddeln, Schwellungen im Gesicht, Magenkrämpfen, Erbrechen und Atembeschwerden. Sie beginnen meist innerhalb von Minuten bis zu zwei Stunden.
Schwellungen von Lippen, Zunge oder Rachen, Atemnot oder ein Schwächegefühl nach dem Essen sind ein Notfall. Ruf 112 an. Warte nicht auf einen Test.
Deine Fingerstich-Probe geht ins Labor. Dort wird IgE gegen zwei einzelne Pfirsichproteine (molekulare Komponenten) gemessen. Ein Extrakt aus ganzem Pfirsich ist nicht im Panel enthalten. Dein Laborbefund nennt für jede Komponente einen Messwert und eine Klasse, von Negativ bis Sehr hoch, neben den LTPs von Apfel, Haselnuss, Walnuss, Erdnuss und Beifußpollen. Ein positives Ergebnis zeigt eine Sensibilisierung, keine klinische Allergie. Besprich das Ergebnis mit einer Ärztin oder einem Arzt, bevor du deine Ernährung änderst.
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Eine Probe per Fingerstich prüft IgE gegen 300 Allergene und Allergenkomponenten, von Birke und Erdnuss bis Katze und Hausstaubmilbe. Schick sie ans Labor. Etwa 5 Tage nach Eingang erhältst du für jedes einen Wert. Unsere verständliche Anleitung zeigt dir, wie du sie liest. Insgesamt 399 €, das sind 1,33 € pro Allergen.
LTP steht für Lipidtransferprotein, ein widerstandsfähiges Protein, das in vielen Früchten, Nüssen, Gemüsesorten und Pollen vorkommt. Pru p 3 aus dem Pfirsich ist das bekannteste Beispiel. Weil sich LTPs ähneln, zeigen Menschen mit einer Sensibilisierung gegen eines oft IgE gegen mehrere. Hitze und Verdauung bauen sie nur schwer ab.
Im Pfirsich sitzt das LTP Pru p 3 hauptsächlich in der Schale. Geschälte Früchte enthalten deutlich weniger davon. Dieses Muster ist häufig, aber keine Regel. Eine Ärztin oder ein Arzt kann dein Komponentenergebnis und deine Vorgeschichte einordnen und dir sagen, was auf dich zutrifft.
Bei einer LTP-Sensibilisierung können Kofaktoren wie Sport, Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Aspirin oder Alkohol eine Reaktion wahrscheinlicher machen. Dasselbe Lebensmittel löst an einem Tag vielleicht nichts aus und am nächsten Quaddeln. Sag deiner Ärztin oder deinem Arzt, was sonst rund um jede Reaktion passiert ist.
Nicht unbedingt. Eine Sensibilisierung gegen LTPs in anderen Früchten ist häufig, eine Reaktion auf alle aber nicht. Dein Befund zeigt jedes Allergen einzeln, damit eine Ärztin oder ein Arzt das ganze Muster sehen kann.