Juckender Mund nach dem Weihnachtskarpfen oder Quaddeln nach einer Fischsuppe? Karpfen ist ein Süßwasserfisch, doch sein wichtigstes Protein ähnelt dem von Kabeljau, Hering und Lachs. Unser Test untersucht dein Blut auf IgE gegen zwei einzelne Karpfenproteine, Karpfen-Parvalbumin und Karpfen-Enolase, als Teil von 300 Allergenen und Allergenkomponenten.
Das Hauptallergen in Knochenfischen ist Parvalbumin, ein kleines Muskelprotein. Beim Karpfen heißt es Cyp c 1. Es gehört zu den am besten untersuchten Fischproteinen, und Labore nutzen es als Referenzmarker für eine Sensibilisierung gegen Fisch-Parvalbumin.
Parvalbumine von Karpfen, Kabeljau, Lachs, Hering und anderen Knochenfischen sind sich ähnlich. Deshalb tritt IgE gegen Cyp c 1 oft zusammen mit IgE gegen andere Fische auf, auch gegen solche, die du selten isst. Parvalbumin übersteht außerdem Kochen, Braten und Räuchern gut. Daher enthält auch gegarter Karpfen es noch.
Fische haben eine zweite, weniger bekannte Gruppe von Allergenen: Enzyme namens Enolasen. Die Beta-Enolase des Karpfens heißt Cyp c 2. In einer Studie mit Fischallergie-Patientinnen und -Patienten hatten viele IgE gegen Fisch-Enolasen. Diese Ergebnisse waren vor allem bei Personen wichtig, die kein IgE gegen Parvalbumin hatten.
Enolasen verschiedener Fische überschneiden sich weniger als Parvalbumine. Ein Ergebnis für Cyp c 2 ohne Cyp c 1 kann daher auf ein engeres, stärker fischspezifisches Muster hinweisen. Das beurteilt eine Ärztin oder ein Arzt anhand deines gesamten Fischprofils und deiner Vorgeschichte.
Nach dem Essen von Karpfen oder anderem Fisch beschreiben Menschen Reaktionen wie Juckreiz im Mund, Nesselsucht, geschwollene Lippen, Bauchkrämpfe, Erbrechen und pfeifende Atemgeräusche. Sie beginnen meist innerhalb von Minuten bis zu zwei Stunden. Manche reagieren auf Dampf beim Kochen von Fisch oder auf den Kontakt mit rohem Fisch.
Schwellungen von Lippen, Zunge oder Hals, Atemnot oder ein Schwächegefühl nach dem Essen sind ein Notfall. Ruf die 112 (EU) oder die lokale Notrufnummer an. Warte nicht auf einen Test.
Aus einer Blutprobe per Fingerstich misst das Labor IgE gegen zwei einzelne Karpfenproteine (molekulare Komponenten). Ein Extrakt aus ganzem Karpfen ist nicht im Panel enthalten. Kabeljau, Lachs, Hering, Makrele, Thunfisch, Schwertfisch und Nagelrochen sind im selben Panel, als Teil von 300 Allergenen und Allergenkomponenten. So siehst du Karpfen neben den übrigen Fischen.
Dein Laborbefund ordnet jedem Wert eine Klasse von Negativ bis Sehr hoch zu. Das zeigt eine Sensibilisierung, keine Diagnose. Besprich das Ergebnis mit einer Ärztin oder einem Arzt, bevor du deine Ernährung änderst.
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Eine Probe per Fingerstich prüft IgE gegen 300 Allergene und Allergenkomponenten, von Birke und Erdnuss bis Katze und Hausstaubmilbe. Schick sie ans Labor. Etwa 5 Tage nach Eingang erhältst du für jedes einen Wert. Unsere verständliche Anleitung zeigt dir, wie du sie liest. Insgesamt 399 €, das sind 1,33 € pro Allergen.
Das kommt vor, ist aber seltener, als auf mehrere Fische zu reagieren. Karpfen-Parvalbumin ähnelt dem Parvalbumin in Kabeljau, Hering und Lachs. Deshalb zeigen die meisten gegen Karpfen sensibilisierten Menschen auch IgE gegen andere Fische. Wenn Karpfen neben sieben weiteren Fischen getestet wird, zeigt sich dein eigenes Muster, das eine Ärztin oder ein Arzt einordnen kann.
Karpfen-Parvalbumin (Cyp c 1) ist eines der am besten untersuchten Fischallergene. Da es dem Parvalbumin vieler anderer Fische ähnelt, dient es als Referenzmarker für eine Sensibilisierung gegen Fisch allgemein, nicht nur bei Menschen, die Karpfen essen.
Nein. Parvalbumin, das wichtigste Fischallergen, übersteht Kochen, Braten und Räuchern gut. Wenn du auf Karpfen in irgendeiner Form reagiert hast, sprich mit einer Ärztin oder einem Arzt, bevor du ihn wieder isst.